Freitag, 28. September 2012

Liebe



Einen Traum zu Ende führen
In Nebel formen die Kontur
Dunkle Augen, Atem spüren
Nähe suchen, sich berühren
Gehindert von der Liebe nur

Dienstag, 25. September 2012

Und ich frag mich warum



Wenn Du mich noch liebst, dann dreh Dich doch um
Und ich schenk Deinem Mund nicht Glauben
Wenn Dein Herz mich begehrt und bleibt stumm
Klopf ich auch an ganz sacht
Eine bedrohlich finstere Macht
Regiert. Und ich frag mich, warum.


Du gehst einen graden Weg krumm
Und ich kann meinen Augen nicht trauen
Dein Herz bäumt sich auf und bleibt stumm
Du selbst nur kannst Dich befrei'n
Du selbst nur kannst Dir verzeih'n
Doch Du schweigst. Und ich frag mich, warum.


Du suchst, doch Du drehst Dich nicht um
Tief in Dir hast Du mich längst gefunden
Dein Herz leuchtet hell und bleibt stumm
Jedes Wort ist ein Selbstbetrug
Dein Verstand und doch nicht genug
Dein Herz. Und ich frag mich, warum.

Sonntag, 23. September 2012

Herbstgedanken



Wenn ein Blatt dem Baum entfällt
Der Wind es trägt auf Wogen zart
Und in geschwisterlicher Art
Es zu den and'ren sich gesellt
Und mir sich eine Frage stellt
Hab ich's schon immer so gespürt
Wurd ich schon immer so berührt
Wenn golden-gelb der Herbst uns naht?


Mittwoch, 21. September 2011

Seht, sie marschieren wieder


Seht, sie marschieren wieder

Zu stampfendem Vierertakt erheben sich die Gruppen der Instrumente empor zu einer Sinfonie der Superlative.

Höher und höher
Weiter und weiter

Unerschütterlich bauen sich ihre Fronten auf in wilden Drohgebärden, um schließlich ohne jede Ahnung eines Ausgangs in treibendes Allegro zu verfallen,

Zugleich und ohne Halt
Gegeneinander und gegeneinander

Eng umschlungene Linien von Melodien führen eine Dur-Molltonale Schlacht um einen längst verlorenen, fiktiven Mittelpunkt, bis sie letztlich hinfort geschmettert werden von Trompeten und Posaunen in wildem Sturm von einem Plan längst vergangener Zyklen, und eine Stille herrscht in ihrer erschreckenden Einfachheit.

Nur der silbrig helle Klang einer Triangel, von Schwaden getragen über ein Schlachtfeld der Vielfältigkeiten, in gleichmäßig ruhigem Schlage

Kinder summen eine einfache Melodie, tanzend und springend

Und seht, sie marschieren wieder


Kalter Stein


kalter Stein an meinem Ohr


der gehenden Leute Schritte
hauchen ihm einen unwirklichen Puls des Lebens ein
gleich meinem Herzschlag im rhythmischen Duett


eine ungebändigte Kraft
schöpfend aus einem unendlich tiefen Pfuhl der Ruhe
treibt einen Speer durch meinen Körper



blank polierte Schuhe
spiegeln sich in meinen weit aufgerissenen Augen


verewigt in einem Augenblick



Montag, 19. September 2011

Ein herrlicher Morgen


Ein herrlicher Morgen offenbart sich mir in all seiner Schönheit

Der Glanz goldgelber Blätter läßt die Kälte der letzten nacht in Vergessenheit geraten

Spatzen toben sich aus im nahen Strauch vollführend wahre Kunststücke beim Erhaschen eines hier und da

Kaum eine Bewegung merkt man der frischen wohligen Herbstluft an

Still, ja starr zeigen die Finger eines Baumes gen Himmel, seines Kleides längst entblößt

Wärmend, schickt die Sonne ihre Spitzen durchs Geäst

Ein herrlicher Morgen, erfüllt von Ruhe und Vollkommenheit

Herbst


Es ist kühler geworden 
Oder meine ich es nur?

Glaubte ich 
Den kühlen Atem des nahenden Herbstes zu spüren?

Sind es die nassen Wände 
Dieser bizarren Stadt die mir das Frösteln bringen?

Sind es die Bäche, die sich durch die Häuser graben?

Hat uns das Sonnenschein verlassen?

Kalt 
Ist das schmiedeeiserne Geländer unter meinen Händen

Fühlt ihr es auch?

Es kühler geworden