Mittwoch, 21. September 2011

Seht, sie marschieren wieder


Seht, sie marschieren wieder

Zu stampfendem Vierertakt erheben sich die Gruppen der Instrumente empor zu einer Sinfonie der Superlative.

Höher und höher
Weiter und weiter

Unerschütterlich bauen sich ihre Fronten auf in wilden Drohgebärden, um schließlich ohne jede Ahnung eines Ausgangs in treibendes Allegro zu verfallen,

Zugleich und ohne Halt
Gegeneinander und gegeneinander

Eng umschlungene Linien von Melodien führen eine Dur-Molltonale Schlacht um einen längst verlorenen, fiktiven Mittelpunkt, bis sie letztlich hinfort geschmettert werden von Trompeten und Posaunen in wildem Sturm von einem Plan längst vergangener Zyklen, und eine Stille herrscht in ihrer erschreckenden Einfachheit.

Nur der silbrig helle Klang einer Triangel, von Schwaden getragen über ein Schlachtfeld der Vielfältigkeiten, in gleichmäßig ruhigem Schlage

Kinder summen eine einfache Melodie, tanzend und springend

Und seht, sie marschieren wieder


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