Montag, 29. Oktober 2012

Verliebt in einen Traum





Ich war verliebt in einen Traum, - ein Traum voller Zuversicht und Hoffnung, voller Liebe, Leidenschaft und Glück. 

Er schenkte mir all die Liebe, die auch ich ihm gab, erwiderte jeden Kuss mit Zärtlichkeit und Leidenschaft.
Er war für mich da, wie auch ich für ihn da war.
Er stand mir bei, wie auch ich es tat.

Wir verzeihten uns großzügig all unsere Fehler, begegneten uns mit Respekt und Anstand. Der eine gab auf den anderen acht.
Wir teilten unsere Gedanken, unsere Ängste und Sorgen, Wünsche und Träume. Offen sprachen wir über all die Dinge, die uns bewegten.
Wir interessierten uns für den anderen, für seine Bedürfnisse, seine Sehnsüchte.
Gemeinsam gingen wir durchs Leben.

Nie hätte er mich verletzt, stets nahm er Rücksicht auf mich und meine Gefühle.
So auch ich.
Sanft waren seine Berührungen, sein Atem auf meiner Haut. Wenn einer von uns Sorgen hatte, war der andere schon mit tröstenden Worten zur Stelle, immer bereit, seine eigenen Bedürfnisse außer acht zu lassen.
Nie wäre es uns in den Sinn gekommen, den anderen zu verletzen.
Es war stets der andere, der an erster Stelle stand.
Das Wissen um die Fehler des anderen schenkte uns grenzenloses Vertrauen.
Gemeinsam meisterten wir alle Hürden des Lebens.

Aber ein tiefer Schmerz ließ mich erwachen, denn es war nur ein Wunsch, ein Traum,
-mein Traum.

Und trug dieser Traum jemals einen Namen, dann ging er in eine ferne Stadt und kam nicht mehr zurück.
Nun sitze ich hier und warte, warte auf die Rückkehr dieses meines Traumes.
Doch langsam werde ich des Wartens müde.

An dem Ort, wo sich Nacht und Tag berühren, wo unsere Träume noch bei uns sind, werde ich ihn auf ewig lieben und warten, auf meinen Traum.
Ja, ich war verliebt in einen Traum.

Ein Wartender

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