Ich hab da mal nachgedacht.
Es wäre wirklich gut für alle Beteiligten, wenn es auf Geräusche eine Steuer gäbe.
Jeder hätte pro Tag ein gewisses Kontingent an Lärm zur freien Verfügung und alles, was darüber hinausgeht, wird in dB/Zeit abgerechnet.
Man, das wäre eine wirkliche Wohltat. In Konzertsälen gäb es keine störenden Geräusche mehr, wenn der Mob seine Hämoriden an den Stuhlbezügen aufkratzt oder sich in wilden Hustattacken seines innewendig gehorteten Schleims entledigt.
Es gäb in öffentlichen Verkehrmitteln keine verzerrt krächsenden Handys mehr, aus denen atonale Primatenmusik dudelt, der Tatsache trotzend, dass, je nach Hersteller, selbige Geräte nicht einmal zum Telefonieren wirklich geeignet sind.
Die Gesetzmäßigkeit der Openair-Gespräche (je dümmer, desto lauter) wird zur Gänze aufgehoben, da sich die Gesprächpartner wie von Wunderhand auf einmal direkt gegenüber sitzen und ihre geistigen Ergüsse nicht wie gewohnt über Abteile und Wagons hinweg austauschen.
Mit einem Mal hätte man beim Einkaufen Ruhe. Keine warmduschende Weichei-Mucke würde sich dem, dank gefüllter Geldbeutel, angestrebten und bis ins kleinste ausgeklügelten Kaufverhalten entgegen stellen.
Gut, ich will ehrlich sein. Dieses "31 für 82 - Fernruf" würde ich doch irgendwie vermissen.
Es gäb natürlich auch eine Regulierungsbehörde, die diese akkustische Umweltverschmutzung genaustens im Auge behält.
Das würde Arbeitsplätze schaffen. Einerseits die Prüfer, andererseits würden aber auch die Gerätehersteller des entsprechenden Equipments neue Mitarbeiter einstellen müssen.
Vielleicht sollte ich ja ein Brief schreiben. Aber an wen? Außerdem gehen meine Briefe irgendwie immer geräuschlos unter.
(ich hoffe, ihr nehmt das Ganze nicht all zu ernst, aber es tat einfach gut)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen